Unter dem Titel „Laboratorium Aufklärung“ haben sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universitäten Halle und Jena zusammengeschlossen, um die Grundlagen moderner Gesellschaften dort zu untersuchen, wo sie vorrangig gelegt wurden: im ‚langen’ 18. Jahrhundert. Etwa zwischen 1690 und 1830 entstanden die Konzepte und Kulturmuster der Moderne, die noch die Gegenwart und ihre Debatten um die Zukunft des westlichen Gesellschaftsmodells in einer globalisierten Welt prägen. Um zu untersuchen, welche Strukturvorgaben noch für das 21. Jahrhundert aus den Gedanken- wie Praxisexperimenten des „Laboratoriums Aufklärung“ erwuchsen, aber auch wo und wie diese heute erodieren, erproben Geistes-, Kultur-, Natur- und Sozialwissenschaften neue Weisen der Zusammenarbeit durch die Verbindung systematischer und historischer Perspektiven.